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Wetzlar, der Erste Juli 2010: Unter Beteiligung der WALI versammelten sich über 50 Demonstranten nachmittags um 17 Uhr vor dem Haus der CDU in der Moritz-Hensoldt-Straße, um der Regierung das geplante Sparpaket symbolisch stellvertretend für das Volk zurückzugeben.

Am Donnerstag Abend um fünf vor fünf versammelten sich vor der Bahnhofstraße ca. 30 Mitglieder von DGB, IG Metall, WALI und weitere Bürger des Lahn-Dill-Kreises, um gegen das geplante Sparpaket der Regierung zu demonstrieren. Stimmgewaltig angeführt von Ferdinand Hareter (IG Metall Mittelhessen) marschierte die Gruppe zum CDU-Haus in der Moritz-Hensoldt-Straße. Dort warteten bereits weitere Demonstranten, die gemeinsam mit Ernst Richter (DGB Mittelhessen) ein großes „Sparpaket“ aufgebahrt hatten.
Obwohl die Aktion bereits längere Zeit angekündigt war, wartete um 17 Uhr kein Vertreter der CDU mit einem Statement oder wenigstens aus Höflichkeit auf die Demonstrierenden, um sich deren Sorgen und Bedenken anzunehmen. Stattdessen hatte man hier wie jeden Tag üblich um 16 Uhr Feierabend gemacht.

In seiner Rede, die Ernst Richter vor den über 50 Versammelten abhielt, zu denen sich noch weitere Schaulustige begaben, monierte er vor Allem den mangelnden Vorbildcharakter der Regierungsvertreter in Wetzlar.
Während in den umliegenden Industriebetrieben der Optik- und Metallbranche Schichtarbeit geschoben wird, und Kindergärten schon um 5 öffneten, damit Alleinerziehende ihre Arbeitsschicht zwischen 7 und 22 Uhr in einem Kaufhaus, Supermarkt oder dem Wetzlarer Vozeigekonsumtempel „Forum“ aufnehmen könnten, oder sich in prekär bezahlten Arbeitsplätzen durchschlagen müssten, würde die Regierung zur letzten Unverschämtheit greifen und dem Volk vorleben, wie dekadent, desinteressiert und ablehnend man sich an der Spitze verhalten könne.

Eine Frechheit sei es, dass man noch nicht einmal einen einzigen Vertreter hätte abstellen können, um sich berechtigte Sorgen der Steuerzahler, Bürger, und was die Regierung gerne all zu schnell vergesse, Wähler anzuhören. 
Denn das Sparpaket sei das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt sei. Somit enthielt das symbolische Paket von etwa einem Kubikmeter Volumen mit geschreddertem Papier und heisser Luft genau das was die den die Regierung damit den Bürgern überreichen will.

Ferdinand Hareter und Ernst Richter dankten allen Beteiligen für ihre Teilnahme und ihr Engagement.

DGB Info zum Sparpaket