Wenn ihr diesen Text lest, befindet ihr euch schon auf einem unserer wichtigsten Informationskanäle: unserer Website. Ein Ziel ist es, euch in regelmäßigen Abständen über unsere Arbeit und unsere Aktivitäten zu informieren.
Ein weiteres zentrales Medieum ist dabei unser Jahresbericht. Seit der Gründung unseres Vereins dokumentieren wir unsere Arbeit in einem Bericht. Gerade haben wir den Jahresbericht 2025 fertig gestellt und für euch zum lesen und – gerne auch – herunter laden auf unsere Website gestellt.
Ein Jahresbericht besteht aus Zahlen, Projekten, Veranstaltungen und vielen einzelnen Geschichten. Doch hinter all dem stehen Menschen. Menschen, die Beratung suchen, Unterstützung brauchen, sich engagieren möchten, neue Perspektiven entwickeln oder einfach einen Ort brauchen, an dem sie willkommen sind.
Der vorliegende Jahresbericht zeigt, wie vielfältig die Arbeit der WALI auch im Jahr 2025 gewesen ist. Unsere Arbeit beginnt dabei häufig ganz konkret: bei einer Frage zum Bürgergeld, bei Schwierigkeiten mit Behörden, bei gesundheitlichen Problemen, der Frage nach einer Tagesstruktur oder bei der Suche nach einer Perspektive für das eigene Leben.
Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr 1.487 Beratungen durchgeführt und über 70 Menschen in unseren Maßnahmen begleitet. Gleichzeitig wissen wir, dass soziale Teilhabe mehr bedeutet als die Lösung eines einzelnen Problems. Sie bedeutet auch Begegnung, Anerkennung, Selbstwirksamkeit und die Möglichkeit, die eigene Lebenswelt mitzugestalten.
Deshalb war 2025 für uns auch ein Jahr der Begegnung. Im Café Freiraum, im Gesundheitscafé, in unseren Gärten im Westend, in der Gemeinwesenarbeit und in unseren verschiedenen Projekten entstanden Räume, in denen Menschen zusammen– und miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas
gestalten konnten.
Das Café Freiraum verstehen wir ausdrücklich nicht nur als Café, sondern als sozialen, kulturellen und Bildungsort und als wichtigen Bestandteil einer lebendigen Nachbarschaft im Westend.
Auch unsere Projekte zur Tagesstruktur, zur Suchtarbeit, zur digitalen Teilhabe und zur Arbeitsmarktintegration verfolgen letztlich ein gemeinsames Ziel: Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht auf ihre Defizite zu reduzieren, sondern ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Möglichkeiten in den Mittelpunkt zu stellen.
Gerade dort, wo Menschen Gefahr laufen, den Anschluss an Gesellschaft und Arbeitswelt zu verlieren, braucht es Zeit, Verlässlichkeit, persönliche Beziehungen und Angebote, die an der tatsächlichen Lebenssituation ansetzen.
Dabei verstehen wir uns nicht nur als Dienstleister. Die WALI ist seit ihrer Gründung auch eine Interessenvertretung für Menschen, die von Arbeitslosigkeit, Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Deshalb gehören sozialpolitisches Engagement, die Auseinandersetzung mit Stigmatisierung und die Frage nach gesellschaftlicher Gerechtigkeit selbstverständlich zu unserer Arbeit.
2025 haben wir uns unter anderem beim 1. Mai, beim Kongress „Armut und Gesundheit“, bei Fachtagen und verschiedenen sozialpolitischen Veranstaltungen eingebracht.
Vieles von dem, was wir erreichen, wäre dabei alleine nicht möglich. Ein besonderer Dank gilt deshalb unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Teilnehmenden, unseren ehrenamtlich Engagierten sowie unseren zahlreichen Kooperationspartnerinnen und- partnern.
Die Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Jobcenter Lahn-Dill, dem Lahn-Dill-Kreis, der Stadt Wetzlar, dem LWV Hessen, dem Paritätischen, der Diakonie, der Caritas, dem Quartiersmanagement und vielen weiteren Partnern ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit.
Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht selbstverständlich ist, möchten wir Orte schaffen, an denen Menschen miteinander statt übereinander sprechen. Orte, an denen Unterschiede ausgehalten werden können, an denen Engagement möglich ist und an denen Menschen erfahren: Ich werde gesehen. Ich werde ernst genommen. Ich kann etwas beitragen.
Der vorliegende Jahresbericht gibt Einblicke in unsere Arbeit im Jahr 2025. Er zeigt Erfolge und Entwicklungen, aber auch die Herausforderungen, vor denen wir stehen. Vor allem aber zeigt er, dass soziale Arbeit dann besonders wirksam wird, wenn sie sich an den Menschen orientiert, ihnen auf Augenhöhe begegnet und gemeinsam mit ihnen nach Möglichkeiten sucht.
Wir danken allen, die uns auf diesem Weg begleiten, unterstützen und mit uns gemeinsam daran arbeiten,
dass soziale Teilhabe nicht vom Einkommen, von der Herkunft, vom Alter, von einer Erkrankung oder von
der aktuellen Lebenssituation abhängt.
Hier können Sie den Jahresbericht 2025 herunter laden.
Mehr über unsere Arbeit in den Feldern Kooperationspartner und WALI: hinter den Links.

