Wir wollen den Jahresanfang 2026 nutzen, an einige Aktionen und Projekte des letzten Jahres zu erinnern, ohne dabei zu vergessen, dass unsere zentrale Arbeit die Begleitung von Menschen bei Veränderungsprozessen durch unsere tagesstrukturierenden Maßnahmen und unsere Beratungen ist.
Es blieb aber zum Glück trotzdem genug Energie und Zeit, gemeinsam mit unseren Teilnehmenden, Mitgliedern, Kooperationspartner:innen, Ehrenamtlichen und vielen engagierten Menschen soziale Projekte und gesellschaftliche Aktivitäten umzusetzen und unsere Themen – Solidarität, Teilhabe, Empowerment und soziale Gerechtigkeit – im gemeinsamen Tun zu vermitteln.
Gemeinwesenarbeit, Kultur und Sichtbarkeit
Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Fotoprojekt „Sichtbarmachen – soziale Orte in Gießen und Wetzlar“, das wir zusammen mit der Arbeitsloseninitiative Gießen und dem Kulturfond Gießen Wetzlar umsetzten. Die entstandenen Arbeiten wurden im DGB-Haus in Gießen und später in der Stadtbibliothek Wetzlar ausgestellt. Ziel war es, soziale Orte aus der Perspektive von Menschen mit geringem Einkommen sichtbar zu machen und damit Diskurse über gesellschaftliche Teilhabe anzuregen.

Unsere Theatergruppe war ebenfalls aktiv: Bei der Aufführung wie am Buß- und Bettag setzten wir kreative Akzente und luden zum Austausch über Wandel, Mitgefühl und Verantwortung in der Weihnachtszeit ein. Auch beteiligten wir uns an Aktionen wie dem Altstadtfest von Wetzlar.solidarisch und anderen Veranstaltungen. Auch organisierten wir mit dem Kirchenkreis an Lahn und Dill den Buß- und Bettagsgottesdienst und feierten das 25jährige Bestehen der Theatergruppe.


Sozialpolitisches Engagement
Beim CSD Mittelhessen demonstrierten wir für Vielfalt, Gleichberechtigung und gegen rechte Ideologien und setzten ein Zeichen für Toleranz in der Gesellschaft. Ebenso haben wir uns am Aktionsbündnis „Aartalsee bleibt bunt“ beteiligt und uns klar gegen rechte Hetze positioniert.
Wir beteiligten uns am Tag der Arbeit des DGB mit einem Stand und wurden bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zu 10 Jahre Engagierte Stadt als Aktivistin der ersten Stunde in diesem Bündnis ausgezeichnet.

Fachtag „Teilhabe statt Stigmatisierung“: Gemeinsam mit Partnern wie HAGE, Caritas und dem Kommunalen Jobcenter setzten wir uns im Nachbarschaftszentrum Westend mit den Auswirkungen von Erwerbslosigkeit und sozialer Ausgrenzung auseinander. Weiterhin nahmen wir an der KOS Arbeitstagung von Erwerbsloseninitiativen aus ganz Deutschland teil.

Zahlreiche Berichte, Stellungnahmen und Informationsaktionen zu Bürgergeld, Armut, P-Konten und sozialpolitischen Herausforderungen wurden von uns begleitet und veröffentlicht, um Betroffene zu informieren und gesellschaftliche Debatten zu stärken.