Vor den Kommunalwahlen 2026 haben wir – gemeinsam mit dem Quartiersmanagement der Caritas und auf Einladung der Stadt Wetzlar – die Bewohnerinnen und Bewohnern des Wetzlarer Stadtteils Westend zu einem offenen Austausch mit Kommunalpolitikerinnen und -politikern eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und lokale wie auch übergeordnete politische Themen in entspannter Atmosphäre zu diskutieren.

Die Einladung wurde von Vertreterinnen und Vertretern der SPD, den Grünen und den Freien Wählern angenommen: Zu Spitzenzeiten waren etwa 25 bis 30 Menschen vor Ort.
Das Gesprächsformat war bewusst offen gestaltet. Die Politikerinnen und Politiker saßen meist an festen Tischen, zu denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger dazusetzen konnten. Teilweise geschah dies auch umgekehrt: Politikerinnen und Politiker gingen aktiv auf Menschen zu, die sich auf dem Spielplatz oder in der Umgebung aufhielten. Diese niedrigschwellige Form des Austauschs wurde von vielen Teilnehmenden als angenehm empfunden und trug zu einer ruhigen und respektvollen Atmosphäre bei.
Inhaltlich reichte die Bandbreite der Gespräche von lokalen Themen bis hin zu bundespolitischen Fragen. Diskutiert wurde beispielsweise über die Sauberkeit von Spielplätzen im Stadtteil, die Zukunft und Aufrechterhaltung von Schwimmbädern sowie über den Alltag von Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitikern. Gleichzeitig kamen auch größere politische Themen zur Sprache, etwa das Gebäudeenergiegesetz, Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts oder der Umgang mit Ausländerfeindlichkeit.

Die Rückmeldungen der Beteiligten waren überwiegend positiv. Viele schätzten die Gelegenheit, in einem offenen Rahmen miteinander ins Gespräch zu kommen und politische Themen direkt zu diskutieren. Gleichzeitig wurde angemerkt, dass durchaus noch mehr Bürgerinnen und Bürger sowie Politikerinnen und Politiker hätten teilnehmen können.
Insgesamt zeigte die Veranstaltung jedoch, wie wertvoll direkte Begegnungen zwischen Politik und Bürgerschaft sein können – besonders im Stadtteil. Formate wie dieses können dazu beitragen, politische Beteiligung niedrigschwellig zu ermöglichen und den Dialog zwischen Menschen im Quartier und ihren gewählten Vertreterinnen und Vertretern zu stärken.
Wir danken allen Beteiligten für ihr Kommen, ihre Offenheit und die vielen Gespräche.
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