Das Jahr 2026 ist bereits zur Hälfte vergangen: ein guter Zeitpunkt, um gemeinsam mit unserem Verantwortlichen für den Bereich Beratung – Ingmar Feth – auf die vergangenen sechs Monate in diesem zentralen Arbeitsfeld der WALI zurückzublicken.

Die WALI setzt sich für die Interessen von arbeitslosen Menschen, Langzeitarbeitslosen und Menschen mit geringem Einkommen ein. An unseren Standorten im Westend und in der Bahnhofstraße in Wetzlar beraten, begleiten und qualifizieren wir Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen.

Die Nachfrage nach Beratung sei auch in diesem Jahr sehr hoch, so Feth. Viele Menschen suchten Unterstützung bei der Antragstellung oder im Umgang mit Behörden.

Besonders häufig helfen wir bei Bürgergeld-Anträgen, Weiterbewilligungen und der Kommunikation mit dem Jobcenter. Auch Anträge auf Arbeitslosengeld I, Wohngeld, Kindergeld, Kinderzuschlag, Elterngeld oder einen Pflegegrad gehörten zu den regelmäßigen Beratungsinhalten, stellt Ingmar Feth die Breite und Vielfalt unserer Beratung dar. Darüber hinaus unterstütze die WALI bei Fragen zum Schwerbehindertenrecht, bei Kündigungen von Verträgen oder bei der Wohnungssuche.

Ein wichtiges Thema bleibe die zunehmende Digitalisierung der Behörden, so unser engagierter Berater. Viele Anträge müssten inzwischen online gestellt werden. Das Serviceportal des Jobcenters, die Jobcenter-App oder die eServices der Agentur für Arbeit bieten zwar neue Möglichkeiten, stellten aber manche Menschen auch vor Herausforderungen. Entsprechend wachse der Bedarf an persönlicher Unterstützung bei digitalen Anträgen und der elektronischen Kommunikation mit Behörden.

Neben dem Wissen über Gesetze, Prozesse und Regelungen brauche es aber oft noch viel mehr, so Feth: „Unsere Arbeit umfasst weit mehr als das Ausfüllen von Formularen. Viele Menschen kommen mit Sorgen, Unsicherheiten und Fragen zu uns. Die anhaltenden Diskussionen über die Zukunft der Grundsicherung und die Berichterstattung in den Medien führen bei vielen Betroffenen zu Verunsicherung. Oft brauchen Menschen zunächst jemanden, der zuhört, ihre Situation versteht und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen sucht.“

„Einfach verstanden werden wollen“ – so lasse sich ein häufiges Anliegen unserer Besucherinnen und Besucher beschreiben. Zeit für Gespräche, Verständnis und eine wertschätzende Begleitung seien deshalb ein wichtiger Teil unserer Arbeit.

Dabei arbeiten wir eng mit anderen Einrichtungen und Beratungsstellen zusammen. Die Zusammenarbeit mit Partnern wie Diakonie, Caritas, EUTB und dem Sozialbüro des Lahn-Dill-Kreises ermöglicht es, Menschen umfassend zu unterstützen und passende Hilfen zu vermitteln.

Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir weiterhin einen hohen Beratungsbedarf. Die WALI wird auch künftig Menschen dabei unterstützen, ihre Ansprüche wahrzunehmen, sich im Behördendschungel zurechtzufinden und neue Perspektiven zu entwickeln.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Vertrauen sowie unseren Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass niemand mit seinen Fragen und Problemen allein bleibt.

Hier finden Sie mehr über unsere Arbeit in den Bereichen Beratung und Sozialpolitisches Engagement.