Der Arbeitskreis Tikato von Brot für die Welt hat am Samstag zum 21. Mal die Aktion Brückenschlag Wetzlar-Ouagadougou auf der Alten Lahnbrücke durchgeführt.

„Eine Brücke ist immer eine zweiseitige Begegnungsmöglichkeit“, veranschaulichte der Vorsitzende der Wetzlarer Tikato-Gruppe, Pfarrer Hans-Jörg Ott, bei der Eröffnung die Symbolik. In Höhe des ehemaligen Cafés „Zur alten Lahnbrücke“ hatten sich rund 40 Mitwirkende versammelt, die seiner Eröffnungsrede lauschten: „Die Aktion soll mehr als ein Brückenfest sein“.

Alle zwei Jahre wird der Brückenschlag vollzogen, bei dem Spender kleine Brückenteile aus Holz aneinanderfügen und so eine lange Brücke von der Hospitalkirche zur Innenstadt hin bilden. Seit 1974 unterstützt die Tikato-Gruppe, die sich aus Ehrenamtlichen im Evangelischen Kirchenkreis an Lahn und Dill zusammensetzt, Projekte in dem westafrikanischen Land Burkina Faso mit seiner Hauptstadt Ouagadougou unter Mitwirkung des kirchlichen Hilfswerks „Brot für die Welt“..

Seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützt die WALI den Arbeitskreis TIKATO und den Brückenschlag Wetzlar–Ouagadougou. Auch in diesem Jahr haben wir gerne beim Auf- und Abbau der Aktion auf der Alten Lahnbrücke mitgeholfen.

Für uns ist dieses Engagement eine Herzensangelegenheit. TIKATO setzt sich seit über 50 Jahren gemeinsam mit Brot für die Welt für Menschen in Burkina Faso ein und fördert Projekte, die nachhaltige Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und bessere Zukunftsperspektiven schaffen. Gerade angesichts von Klimawandel, Wasserknappheit und Armut ist diese Arbeit von unschätzbarem Wert.

Der diesjährige Brückenschlag stand ganz im Zeichen der Solidarität. Zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer kamen zusammen, um mit ihren Spenden ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Rund 2.000 Euro konnten für die Projekte gesammelt werden.

Wir freuen uns, TIKATO seit vielen Jahren begleiten zu dürfen und danken allen Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz.

Solidarität endet nicht an Ländergrenzen – sie beginnt dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen.

Fotos: Lothar Rühl

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