Beim Altstadtfest 2026 stand Wetzlar ganz im Zeichen des Spiels. Das Bündnis Wetzlar.solidarisch hatte unter dem Motto „Wetzlar spielt“ eingeladen und 25 Organisationen, Vereine und Akteure beteiligten sich. Die WALI war in diesem Jahr auch vertreten.

Gemeinsam mit dem DGB, der GEW, ver.di, der Diakonie, der AWO und dem Deutschen Mieterbund präsentierten wir uns mit Ständen auf dem zentralen Austragungspunkt: dem Wetzlarer Eisenmarkt.

Dort wollten wir spielerisch ein Zeichen für eine solidarische Gesellschaft setzen. Denn Solidarität ist kein abstrakter Begriff: Sie zeigt sich dort, wo Menschen füreinander einstehen, aufeinander achten und niemanden allein lassen.

Ein Netz, das uns trägt

Dafür hatten wir eine besondere gemeinsame Aktion vorbereitet: Mit dicken Wollfäden knüpften wir zusammen mit Besucherinnen und Besuchern des Altstadtfestes ein „soziales Netz“.

Jeder Faden, der hinzukam, machte das Netz ein Stück größer und stabiler. Damit wurde sichtbar, was Solidarität ausmacht: Erst gemeinsam entsteht ein Netz, das Menschen auffangen kann, wenn sie in eine schwierige Situation geraten.

In das Netz wurden Schilder mit konkreten Forderungen gelegt – etwa „Bezahlbares Wohnen“, „8-Stunden-Tag schützen“ oder „Für gute Arbeitsbedingungen in der Pflege“. Denn ein soziales Netz darf nicht nur symbolisch bestehen. Es braucht politische Entscheidungen und gute Arbeits- und Lebensbedingungen, damit Menschen tatsächlich abgesichert sind.

Unser Mitarbeiter Stefan Lerach brachte es bei der Aktion auf den Punkt: „Wir sollten uns alle dafür einsetzen, dass das soziale Netz bleibt und nicht durch Gesetze Lücken entstehen.“

Solidarität verbindet

Die vielen Wollfäden standen dabei sinnbildlich für die unterschiedlichen Menschen und Organisationen, die sich für eine solidarische Gesellschaft einsetzen. Jeder einzelne Faden mag dünn erscheinen – gemeinsam aber entsteht etwas Tragfähiges.

Genau darum ging es uns beim Altstadtfest: miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam etwas gestalten und zeigen, dass Solidarität uns stärker macht.

Wir danken Wetzlar.solidarisch für die Einladung und den schönen Rahmen des Altstadtfestes sowie allen, die sich an unserer Aktion beteiligt und mit uns am sozialen Netz geknüpft haben.

Denn eine solidarische Gesellschaft entsteht nicht von allein. Sie entsteht dort, wo Menschen zusammenhalten.

Mehr über unsere Arbeit in den Feldern „Engagement und Ehrenamt“ und „Sozialpolitisches Engagement“ erfahren will: weiter über die Links.