Die Ottawa-Charta: Kompass für die Zukunft der Gesundheitsförderung?
Die Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Dies nahm die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen zum Anlass, die Bedeutung der zentralen Strategien der Charta – Enable, Advocate und Mediate – hinsichtlich heutiger gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen kritisch zu reflektieren und Impulse für die Zukunft der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung zu setzen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Leitideen der Ottawa-Charta angesichts wachsender sozialer Ungleichheiten, multipler Krisen und komplexer Strukturen weiterhin wirksam umgesetzt und weiterentwickelt werden können.
Dabei wurde der Ansatz „Health in and for All Policies“ als handlungsleitendes Prinzip in den Blick genommen; er soll die intersektorale Verankerung von Gesundheit in politischen Entscheidungsprozessen stärken und gesundheitliche Chancengleichheit systematisch fördern.
Entlang der Strategien der Ottawa-Charta diskutierten Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis verschiedene Fokusthemen und aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsförderung.
Fokus Kommune
Der KGC-Jahresfachtag schaffte Raum für fachlichen Austausch, wissenschaftliche Einordnung und kontroverse Diskussion. Strukturelle und politische Rahmenbedingungen wurden mit konkreten Erfahrungen aus der kommunalen Praxis verbunden.

Dabei wurde nicht nur gefragt werden, was von der Ottawa bleibt, sondern wie die Leitideen der Charta unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen neu justiert werden müssen, damit Gesundheitsförderung auch in Zukunft wirksam und gerecht gestaltet werden kann. Ein besonderer Fokus lag auf der kommunalen Ebene als zentrales Handlungsfeld der Gesundheitsförderung.
Die Fachforen orientierten sich an den drei grundlegenden Strategien der Ottawa-Charta. Dazu wurden erfolgreiche Praxisbeispiele aus hessischen Kommunen vorgestellt und gemeinsam reflektiert. Gefragt wurde, wie die Strategien der Ottawa-Charta unter heutigen Bedingungen neu interpretiert und wirksam umgesetzt werden können.
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